Marienburg 2015 - Marienburg (Westpreußen)

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Bundestreffen


39. Bundestreffen in Marienburg 2015


Zu dem Bericht über das Bundestreffen 2015:                              22.10.2015
 
Als der Bericht erschienen war, erhielt die Landsmannschaft Westpreußen einen Hinweis: In dem Bericht sei ein Vortrag über die Toten von Marienburg erwähnt. Der Vorstand regte sich auf und veranlaßte, daß in der Zeitschrift DER WESTPREUSSE der bisher übliche Hinweis auf www.heimatkreis-marienburg.de entfernt wird.
Und das ist gut so. Denn ab Januar 2016 muß DER WESTPREUSSE kleiner werden –  jeder freie Platz wird gebraucht. (Hinweis für den Vorstand der Landsmannschaft: Vorsicht, Satire!)


Bericht zum 39. Bundestreffen

Das 39. Bundestreffen des Heimatkreises Marienburg fand vom 5. bis 7. Juni 2015 in Marienburg statt. Heimatkreisvertreter Bodo Rückert, Kassenverwalterin Tanja Eckardt sowie die Kassenprüferinnen Brigitte Wilfert und Maria Kästner wurden wiedergewählt.
 
Es fiel auf, daß siebzig Jahre nach Flucht und Vertreibung niemand bei dem Treffen den Bund der Vertriebenen erwähnte. Und auf die Landsmannschaft Westpreußen wurde nur einmal kurz hingewiesen – es ging um die Eigentumsproblematik, zu der die Landsmannschaft Fragen nicht beantwortet.
 
Über den Verlauf des Bundestreffens im Einzelnen wird sicherlich an anderer Stelle ausführlich berichtet werden. An dieser Stelle sollen nur einige Schlaglichter gesetzt werden auf Aktivitäten vor und nach dem Treffen und außerhalb der Tagesordnung.
 
Sehr gut besucht war ein Lichtbildervortrag von Pfarrer Ulrich Weber zum Marienburger Massengrab. Pfarrer Weber kam zu dem gleichen Ergebnis wie schon vorher viele Angehörige des Heimatkreises: Die Toten sind keine Kriegsopfer. Die Frauen, Männer und Kinder starben nicht an Hunger, Kälte oder Krankheit. Sind die Toten Verbrechensopfer?
 
Heribert Gabriel sprach mit Zbigniew Sawicki, dem Marienburger Archäologen für das Mittelalter, der das Ausgraben der Toten von Marienburg geleitet hatte.
 
Einige Angehörige des Heimatkreises nutzten eine Gelegenheit zum Besuch des Alten Rathauses: der Ratssaal und das Hindenburgzimmer konnten besichtigt werden, in den Gerichtssaal war nur ein kurzer Blick möglich, dort betätigte sich eine Gymnastikgruppe.
 
Die neue Lateinschule ist zu einem eindrucksvollen Bauwerk an der Nogat geworden, größer (darüber kann man streiten) und schöner (das dürfte unbestritten sein) als früher. Eine von Helmut Kropidlowski organisierte Führung durch die Lateinschule beeindruckte die Besucher – wegen der Architektur und wegen des Bildungsangebots, das vom Kindergarten bis zur Sternwarte reicht.
 
Die Reste des Ulanendenkmals im Nogatwäldchen sind jetzt vom Gestrüpp befreit und gut zu sehen. Helmut Kropidlowski führte eine interessierte Gruppe von Marienburgern dort hin.
 
Im nächsten Jahr soll in Marienburg an die Stadtrechtsverleihung vor 730 (oder 740?) Jahren erinnert werden. Redakteurin Anna Szade, Hans Joachim Borchert und andere führten zu diesem Thema ein ausführliches Informationsgespräch.
 
Weitere Aktivitäten außerhalb der Tagesordnung waren insbesondere die Begegnungen mit Stätten der Kindheit und der Familiengeschichte: das Geburtshaus des Vaters – ein Denkmalrest, der an den Großvater erinnert – die Stelle, an der sich das Grab des Urgroßvaters befand.
 
Es gab Besuche bei jetzigen Einwohnern der Stadt, Fahrten in die Umgebung von Marienburg, Überlegungen zu einer Gedenktafel für Arnold Flatauer und Wünsche für einen öffentlichen Hinweis auf das Marienburger Massengrab – möglichst deutsch, polnisch und englisch.
 
Für die Teilnehmer des Bundestreffens, die im Hotel Stary Malbork übernachteten, veranstalteten die Wirtsleute ein festliches Abendessen.
 
Ohne großes Nachdenken wurde es als selbstverständlich angesehen, daß die vor siebzig Jahren geflohenen und vertriebenen Marienburger sich in ihrer Heimatstadt problemlos treffen und bewegen können, daß Marienburg mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln ganz normal erreichbar ist, und daß es bei Ein- und Ausreise keine Zollkontrolle und keine Paßkontrolle gibt.
Heimatkreisvertreter Bodo Rückert hatte für das 39. Bundestreffen diesen Ablauf vorgesehen:
Freitag
5. Juni 2015
19.00 Uhr: Beginnn des Bundestreffens im Konferenzraum Hotel
Dedal
Begrüßung, Rechenschaftsbericht, Aussprache, Wahl des Vorstands

Sonnabend
6. Juni 2015
 
09.00 Uhr: 
Erörterung aktueller Fragen des Heimatkreises
10.00 Uhr::Vortrag: "25 Jahre Deutsche Minderheit Bromberg"
Referent: Benedykt Frost aus Bromberg 

13.00 Uhr:
Gemeinsame Schifffahrt von Marienburg nach 
Weißenberg 

16.00 Uhr:
Bustransfer in die Hotels Stary Malbork und Dedal
Leitung: Helmut Kropidlowski 

18.00 Uhr: 
Völkerverbindender Abend
Leitung: Frau Maria Prior-Nowak, Vorsitzende der PDG Malbork e.V. 

Sonntag
7. Juni 2015
10.00 Uhr: 
Gemeinsamer Besuch der Marienburger Gedenkstätten
an St.Georgenkirche und auf dem ehem. Kath. Friedhof 

11.00 Uhr: 
Teilnahme am "Empfang der Deutschen 
"Minderheit Marienburg" im Jerusalem-Hospital aus Anlaß 
des 25.-jährigen Bestehens der Deutschen Minderheit gemeinsam mit Vertretern benachbarter Deutscher Minderheiten, Bürgermeister Marek Charzewski und befreundeten Bürgern der Stadt Malbork
Leitung: Frau Lucia Semkowicz-Biedron, Vorsitzende der Deutschen Minderheit                                       Besichtigung des wiedererbauten historischen Objekt Jerusalem-Hospital
Leitung: Herr Janusz Biedron, Förderverein Jerusalem-Hospital 
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